Adipositas Zentrum München

 

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Selbsthilfegruppe Bogenhausen

Die Gruppe trifft sich jeweils jeden 1. Mittwoch im Monat

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Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie)

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Was ist ein Schlauchmagen?

Das Prinzip der Bildung eines Schlauchmagens ist die Verkleinerung des Magenvolumens (restriktives Verfahren). Bei der meist minimalinvasiven Operation werden über 4/5 des großen gewölbten Magenteils (Fundus) entfernt, so dass ein schlauchförmiger Restmagen übrig bleibt. Durch die Entfernung des Fundus werden hormonproduzierende Zellen, die Bei der Entstehung von Fettleibigkeit eine wichtige Rolle spielen, mit beseitigt und das Magenvolumen auf 150 - 200 ml reduziert. Somit können nur sehr geringe Nahrungsmengen zugeführt werden und der Patient nimmt ab. Die Dauer des Klinikaufenthaltes beträgt 5 bis 10 Tage.

 

Welche Vorteile hat der Schlauchmagen?

Die Schlauchmagenbildung führt zu einem raschen Gewichtsverlust, jedoch geringer als beim Magenbypass. Im Gegensatz zum Magenbypass sind meist keine regelmäßigen Vitamin-B12-Substitutionen erforderlich. Der obere Verdauungstrakt bleibt mittels Magenspiegelung weiterhin einsehbar. Es wird kein Fremdkörper eingebracht. Die Operation ist weniger eingreifend in die Verdauungsabläufe als bei Bypass-Verfahren. Das OP-Risiko ist in geübten Teams gegenüber anderen Methoden geringer. Daher eignet sich der Schlauchmagen auch gerade für Hochrisikopatienten. Eine Umwandlung des Schlauchmagens in einen Magenbypass kann erfolgen.

Exakte Daten zum Gewichtsverlust liegen derzeit noch nicht vor. Realistisch gesehen, ist eine Reduktion von 60-70% des Übergewichts innerhalb der ersten 2 Jahre möglich, vergleichbar mit dem Magenbypass.

 

Welche Nachteile hat der Schlauchmagen bzw. welche Komplikationen können auftreten?

Inzwischen liegen gute Langzeitergebnisse zu dieser Operationsmethode vor. Ein großer Teil des Magens wird für immer entfernt. Mangelernährungen sind möglich, jedoch wesentlich seltener als nach Bypassverfahren. Diese können jedoch relativ einfach durch eine gezielte Ernährungsbegleitung vermieden bzw. behoben werden.

Durch Diätfehler (Daueressen) kann es in Einzelfällen zu einer gewissen Ausweitung (Dilatation) des Magenschlauches kommen. Die Folge ist eine herabgesetzte Wirksamkeit in Hinblick auf die gewünschte Gewichtsreduktion. Ein bereits vor der Operation bestehendes saures Aufstoßen (Refluxkrankheit) kann durch diese Operation verstärkt werden.

 

WEITERE INFORMATIONEN

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