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Magenbypass
Roux-en-y-Gastric Bypass: Diese Operation stellt den derzeitigen Goldstandard in der Adipositaschirurgie dar.
Wie funktioniert der Magenbypass?
Bei der Operation wird der Magen komplett durchtrennt und ein kleiner Vormagen gebildet (Magenpouch, ca. 15 bis 20 ml Volumen). Dann wird der Dünndarm ca. 60 cm hinter dem Zwölffingerdarm durchtrennt. Das nach unten leitende Ende des Darmes wird an den kleinen Restmagen angeschlossen und so der Restmagen und der Zwölfingerdarm bei der Speiseaufnahme „umgangen"(Bypass). Der Zwölffingerdarm ist der Verdauungssaft (Galle, Bauchspeichel) tragenden Anteil des Darmes und wird dann ca. 100 - 150 cm weiter unten wieder in den Dünndarm eingeleitet, so dass dann die eigentliche Verdauung und Aufspaltung der Speise erst hier beginnen kann.
Welche Komplikationen können auftreten?
Hat der Patient die erste postoperative Phase überstanden und die Nahtstellen im Verdauungstrakt sind abgeheilt, so sind nicht mehr sehr viele Komplikationen vorstellbar. Ärztliche Kontrollen sollten anfangs engmaschig (alle 3 Monate) durchgeführt werden. Das perioperative Risiko ist mit > 5% höher als beim Magenband, die Langzeitkomplikationen sind aber deutlich geringer. In einer kleinen Zahl kommt es dennoch zur Einengung der Nahtstellen, die dann endoskopisch geweitet werden müssen. Ein Geschwür (Ulcus) im Bereich unter der Nahtstelle ist eine weitere vorstellbare Komplikation, die medikamentös behandelt werden muss. Aus der Art der Operation mit dem resultierenden schnellen Gewichtsverlust kann sich noch eine spezielle Art der postoperativen Komplikation bilden. Bei so schnellen Gewichtsverlusten kann es zur Bildung von Gallensteinen kommen. Aus diesem Grund wird Steinträgern schon vor oder während der Operation die Gallenblase mit entfernt. Nicht-Steinträger erhalten postoperativ ein Medikament, um den Gallenfluss zu verbessern.
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